Aktuelles
21.05.2009, phaenovumHier gibts Antworten zu unseren Forschungsfragen der bundesweiten Flaggen-Aktion des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
Anlässlich "Städte im Wissenschaftsjahr 2009 - Forschungsexpedition Deutschland"
phaenovum - Wissenschaftstage Lörrach am 19. und 20. Mai2009
„Gibt es Sinne ohne Grenzen?“
Die sprichwörtlichen fünf menschlichen Sinne sind stark eingeschränkt. Viele Tiere hören, sehen, riechen, fühlen oder schmecken besser als wir. Allerdings kann der Mensch Technik benutzen, um seine Sinne zu erweitern.
In die Welt des Kleinen stoßen wir mit Mikroskopen vor, oder wir können mit Sensoren Ultra-schall- und Infrarotsignale aufzeichnen. Radioaktive und ultraviolette Strahlung kann nach-gewiesen werden. Seismometer nehmen feinste Erschütterungen wahr. Die Verarbeitung der Signale und die Umsetzung in Bilder übernehmen schließlich Computer.
In der Medizintechnik wird ein Ersatz ausgefallener Sinnesleistungen beim Menschen durch Implantate von Sensoren angestrebt. Durchaus vorstellbar ist aber auch, dass wir für Men-schen oder Roboter mithilfe dieser Technik den Bereich der Wahrnehmung erweitern, um so vor gefährlichen Umwelteinflüssen gewarnt zu werden, oder um eine bessere Orientierung zu ermöglichen.
Sensoren übernehmen in allen Bereichen der Automatisierung die Aufgaben der Sinne, indem sie physikalische Größen meist in elektrische Signale wandeln, so dass diese dann von den Prozessrechnern ausgewertet werden und Entscheidungen vorbereitet werden können. Hierbei erreichen die heutigen Sensoren Bereiche, die deutlich jenseits der menschlichen Wahrneh-mung liegen.
Dies gilt sowohl für die Genauigkeit, als auch für die Messgrößen, aber auch für die Reichweite:
- Genauigkeiten bis in den Bereich von 10-12, z.B. bei Drucksensoren
- Messen von Größen, für die die meisten Lebewesen keine Sinne haben (Radioaktivität)
- "Schauen um die Ecke" z.B. bei Sensoren der Umfelderfassung von Automobilen
- Wahrnehmung von Infrarotsignalen auch im Dunkeln
„Sind Nanobots Chirurgen der Zukunft?“
Unter Nanobots oder Nanorobotern versteht man (noch hypothetische) autonome Roboter. Solchen Maschinen wird eine große Zukunft in der Medizin vorausgesagt, da sie selbsttätig z.B. im menschlichen Organismus auf der Suche nach Krankheitsherden (wie Krebszellen) zu deren Beseitigung unterwegs sein können. Dadurch wäre es möglich von außen den Pa-tienten Energie, Information und Material zuzuführen. Diese Anwendung der Nanobots wäre eine direkte Weiterentwicklung der minimal-invasiven Chirurgie.
Im LifeSciences Bereich am phaenovum plant ein Schüler Nanokugeln aus DNA-Molekülen herzustellen, um darin Wirkstoffe und einen Zellrezeptor einzubauen.
Die Herstellung dieser Nanobots können wir dann mit dem Rastertunnel- und Rasterkraftmik-roskop überprüfen – wofür es beim phaenovum einen speziellen Ferienkurs gibt.
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