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14.03.2008, phaenovumphaenovum-Gebäude feierlich eröffnet
Kultusminister Rau ist vom phaenovum begeistert
Eröffnungsfeier des phaenovum® –
Schülerforschungszentrum Lörrach-Dreiländereck
Am 13. März 2008 wurde in Anwesenheit von Kultusminister Helmut Rau, MdL, das phaenovum feierlich eröffnet
Über 150 Personen aus Politik, Wirtschaft, Universitäten und Schulen aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz eröffneten gestern das phaenovum – Schülerfor-schungszentrum Lörrach-Dreiländereck. Der baden-württembergische Kultusminister Helmut Rau beglückwünschte die Stadt Lörrach und den Trägerverein zum offiziellen Start des Modell-Projektes und hob die Bedeutung von naturwissenschaftlicher und technischer Förderung von Jugendlichen hervor. Das Modell solle Schule machen. In beispielhafter Weise würden Schulen und Schulträger, Wirtschaftsunternehmen und Universitäten im Dreiländereck kooperieren.
Gudrun
Heute-Bluhm, Oberbürgermeisterin der Stadt Lörrach und 1. Vorsitzende
des Trä-gervereins des phaenovums hob die Bedeutung des
Schülerforschungszentrums für den Standort hervor: „Die Zeit war reif
für diese Idee. Bei unseren Gesprächen mit Unternehmen in der Region
haben wir offene Türen und eine große Bereitschaft zur Unterstützung
des Projekts vorgefunden.“ Sie gab zudem bekannt, dass die
Robert-Bosch-Stiftung letzte Wo-che zugesagt hat, ein
Rasterkraft-Mikroskop, Zusatzgeräte und spezielle Schulungen mit
23.000€ zu unterstützen.
Als Vertreter der aktuell 13
Patenschaftsunternehmen sprach Dr. Jan M. Olaf, Endress+Hauser
InfoServe GmbH+Co. KG in Vertretung für Georg H. Endress, der aus
ge-sundheitlichen Gründen kurzfristig absagen musste, zum Thema
„Weshalb engagiert sich Endress+Hauser als Privatunternehmen an diesem
grenzüberschreitenden gemeinnützigen Projekt?“. Er übergab zudem von
der Endress+Hauser-Gruppe 4.000€ für die weitere Sach-ausstattung an
den Verein.
Weitere Highlights stellten die Vorträge der Jungforscher dar:
Vortrag
1: Fachbereich Physik/NanoSciences zum Thema „Flugkurven von
Tischtennisbäl-len“ der Jugend forscht - Bundessieger 2006 Johannes
Burkhardt und Alexander Joos; zuvor 2minütiges Tischtennisspiel von
Christian Switjaski gegen Marius Riesterer
Vortrag 2: Fachbereich Biologie/Chemie/LifeSciences zum Thema „Apoptose in Hefe“ durch Tim Wölfle oder Florian Peter
Vortrag
3: Fachbereich Informationstechnik/Robotik zum Thema
„„Navigationsstrategien in der Robotik“ des 2ten Siegers der Klasse
„Autonome Roboter“ beim Robocup-Wettbewerb in Offenburg 2007 durch
Lukas Probst und Julian Viereck
In einem Schlusswort betonte Bernd Kretschmer, Präsident des Trägervereins und Impuls-geber für die Idee des Schülerforschungszentrum, den hohen Qualitätsanspruch des phae-novums und zeichnete die bisherigen Erfolge bei internationalen Schülerforschungswettbe-werben nach. Im Anschluss daran konnten die Gäste das phaenovum®-Gebäude besichti-gen, in welchem die drei Fachbereiche verschiedene Präsentationen vorbereitet hatten und ihre pädagogischen Leiter und Jungforscherinnen und Jungforschern Rede und Antwort standen.
Die Finanzierung des phaenovum steht auf 5 Säulen:
1.Die Lehrerstunden werden vom Land Baden-Württemberg getragen.
2.Die Stadt Lörrach stellt die Räumlichkeiten zur Verfügung.
3.Die wissenschaftliche (Erst-)Ausstattung wird durch Stiftungs- und Spendenmitteln finan-ziert.
4.Der
Sachkostenanteil in den Betriebskosten wird durch Partner aus der
Wirtschaft in Form von Schülerpatenschaften zu je 2.500 € / pro Jahr
getragen.
5.Die Mitgliedsbeiträge der nutzenden, fördernden und institutionellen Mitglieder.
Der
Leitgedanke des Schülerforschungszentrums ist, hoch motivierten
interessierten und talentierten Schülerinnen und Schülern die
Möglichkeit zu geben, sich ohne jeglichen Unter-richtsdruck sowie ohne
starren Lehrplan kreativ zu entfalten und ungelösten
wissenschaftli-chen Rätseln des Alltags interdisziplinär selbstständig
nachzuspüren. Die Jugendlichen wer-den so inspiriert, selbstständig
Theorien und entsprechende Experimente zu entwickeln. Dieser Erfolg und
jener der Teamkollegen spornen zu neuen Abenteuern an und rufen
oft-mals Fähigkeiten in den Jugendlichen wach, derer sie sich bisher
oftmals selbst nicht be-wusst waren. Ziel ist Begeisterung und Spaß an
Naturwissenschaften und Technik frühzeitig zu wecken. Dabei sind nicht
nur Forschen lernen, sondern auch zielgerichtetes Projekt- und
Zeitmanagement, die Präsentation von Projekten, Ergebnissen und das
Arbeiten im Team Lernziele, die grundlegend für ein späteres
erfolgreiches Berufsleben sind.
Ein Team aus Lehrkräften mit
unterschiedlicher wissenschaftlicher Ausbildung schafft die Grundlage
für ein interdisziplinäres Arbeiten in den inhaltlichen Schwerpunkten
Phy-sik/NanoSciences, Biologie/Chemie/LifeSciences und
Informationstechnik/Robotik.
Im September 2007 wurde begonnen,
das unter Denkmalschutz stehende phaenovum® - Gebäude mit Mitteln der
Stadt Lörrach umzubauen. Die Arbeiten wurden größtenteils durch
Auszubildende der regionalen Handwerksbetriebe, zusammen mit ihren
Ausbildungsleitern verrichtet. Des Weiteren unterstützten die
Handwerkerfirmen, Architekten und Planer das Projekt durch Spenden in
Form von erheblichen Preisnachlässen.
Dadurch konnten die durch den Architekten Jürgen Moser geplanten Baukosten in Höhe von Euro 120.000 eingehalten werden.
Das nun fertig gestellte Gebäude beherbergt den Fachbereich Physik/NanoSciences. Die Räumlichkeiten beinhalten u.a Labore, eine Werkstatt, Serverraum sowie große und kleine Unterrichtsräume.
Im
Untergeschoss befindet sich der von den Wieland-Werken AG in Ulm
gespendete Wind-kanal und der von der Siemens AG gespendete
Axialventilator. Des Weiteren wird eine Drehstrom-Werkstatt und ein
Raum mit Werkbänken eingerichtet. Im 1.Obergeschoss ist ein großer
Unterrichtsraum, eine kleine Teeküche und ein Geschäftsbüro. Weitere
Labore, unter anderem für Radioaktivität und Nanotechnologie befinden
sich im 2.Obergeschoss.
Die Räumlichkeiten werden mit der
100.000€-Spende der Sparkassenstiftung Jugend l Um-welt l Bildung
ausgestattet. Von diesem Betrag konnten nicht nur Büromöbel und die
EDV-Ausstattung, sondern auch zahlreiche Basis-Geräte für physikalische
Versuche mitfinanziert werden.
Der nächste Schritt ist der II. Bauabschnitt für den Fachbereich Biolo-gie/Chemie/LifeSciences und Informationstechnik/Robotik. Diesbezüglich wird ein INTER-REG-Antrag gestellt. Bis zur Fertigstellung finden die Aktivitäten dieser zwei Fachbereiche u.a. am Biotechnolgie-Gymnasium in Waldshut-Tiengen und an der Berufsakademie in Lör-rach statt.
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