News

08.04.2008, phaenovumFB LifeSciences in Boston/USA

Schüler-Symposium und Lehrer-Workshop

phænovum-Schüler am Museum of Science in Boston/USA

Schüler vom Schülerforschungszentrum phænovum in Lörrach assistierten bei einem Workshop des LifeScience Symposium in Boston. Zusätzlich nahmen sie an einem Seminar mit Schülerinnen und Schülern aus Boston-Cambridge teil.

Bereits zum 13. Mal in Folge fand dieses Jahr das LifeScience-Symposium für Lehrerfortbildung in Boston am dortigen Museum of Science statt. Dieses Jahr gab es dort eine Premiere: Über das Programm „Innovations in Biotechnology“ von Novartis und dem Museum of Science gelang es Dr. Thomas Wiederkehr, Leiter des LifeScience Bereichs am Schülerfor-schungszentrum phænovum e.V. in Lörrach, 6.000 US-Dollar einzuwerben. So konnten Alina-Mareike Stärk, Thorsten Kaltenbacher (beide Justus-von-Liebig-Schule Waldshut-Tiengen) und Tim Wölfle (Hans-Thoma-Gymnasium Lörrach) zusammen mit Thomas Wiederkehr für vier Tage in die USA reisen. Die drei Schüler arbeiten im phænovum auf dem Gebiet der LifeSciences und wurden aus acht Teilnehmern ausgewählt.

Alina-Mareike, Thorsten und Tim assistierten am Museum of Science in Boston bei einem Workshop für US-amerikanische Lehrer, der von Thomas Wiederkehr geleitet wurde. Mit Schülerinnen und Schülern der Cambridge Rindge and Latin School präsentierten die Schüler am folgenden Tag die Ergebnisse, die sie seit Beginn des Schuljahres mit ihren For-schungen erreicht hatten. Anschließend wurde intensiv über eine weitere Vernetzung von US-amerikanischen und phænovums-Forschungsarbeiten diskutiert. Am Nachmittag konnte die Gruppe am Museum des Massachusetts Institute of Technology (MIT) einen Workshop zum Einsatz von Legomodellen in der Biologiedidaktik durchführen. Am letzten Tag der Reise stand eine Führung am Broad Institute (getragen von Harvard, MIT und Whitehead-Institute), das auf dem Gebiet der Genomforschung weltweit eine Spitzenposition einnimmt, auf dem Programm. Dort gab es den neuesten Stand der Technik beim Lesen der Erbinformation (DNS) zu sehen. Einige der Maschinen können pro Tag ca. eine Milliarde Basen entziffern, das entspricht ca. einem sechstel des Erbguts einer menschlichen Zelle. Wissenschaftler versuchen dort, DNS-Abschnitte zu identifizieren, die für die Entstehung und die gezielte Behandlung schwerwiegender Erkrankungen wichtig sind.

Das Programm dieses Schüleraustausches, der im Besuch in Boston nur seinen sichtbaren Höhepunkt findet, soll weiter ausgebaut werden. US-amerikanische Schülerinnen und Schü-ler bleiben mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des phænovum-Programms weiterhin in Kontakt. Neben der denkbar intensivsten Förderung der Sprachkompetenz, nicht nur im fachsprachlichen Bereich, war vor allen Dingen die direkte Kommunikation und das Herstellen von Kontakten mit Wissenschaftlern und Unternehmensvertretern ein großes Plus dieses Forschungsaufenthalts.